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Waldbeeren im Berner Oberland: was bei uns wächst Forest berries in the Bernese Oberland: what grows here

Ein Wald besteht nicht nur aus Bäumen. Zwischen Sommer und Herbst wird der Waldboden bei uns zur Vorratskammer, und an manchen Sträuchern hängt Farbe, die man besser nur anschaut. Tipp eine Beere an, um mehr zu lesen. A forest is not just trees. Between summer and autumn the forest floor becomes a pantry, and some shrubs carry colour that is better just looked at. Tap a berry to read more.

Direkt zu:Jump to: HeidelbeereBilberry · WalderdbeereWild strawberry · SteinbeereStone bramble · HimbeereRaspberry · BrombeereBlackberry · PreiselbeereLingonberry · Die man hängen lässtThe ones to leave · Regeln fürs SammelnPicking rules

Lichtung im Wald von STAMM im Saanenland mit Blick auf eine Felswand
Auf Lichtungen wie dieser wächst am meisten: Licht ist im Wald der Schlüssel zu allem.Clearings like this one are where most things grow: in the forest, light is the key to everything.

Die wilde Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), bei uns auch Blaubeere genannt, wächst als kniehoher Zwergstrauch auf sauren Böden, gerne im lichten Nadelwald. Reif ist sie je nach Höhenlage etwa von Juli bis September. Anders als die dicke Kulturheidelbeere aus dem Laden ist sie innen dunkel und schmeckt intensiver. Blaue Finger und ein blauer Mund gehören dazu. The wild bilberry (Vaccinium myrtillus) grows as a knee-high dwarf shrub on acidic soils, preferably in open coniferous forest. Depending on altitude it ripens roughly from July to September. Unlike the plump cultivated blueberry from the shop it is dark inside and tastes more intense. Blue fingers and a blue mouth are part of the experience.

Die Walderdbeere (Fragaria vesca) findest du ab Juni an sonnigen Waldrändern, auf Lichtungen und dem Weg entlang. Die Früchte sind winzig, aber ihr Aroma stellt jede Zuchterdbeere in den Schatten. Wer eine Handvoll zusammenbringt, hat Geduld bewiesen. You find the wild strawberry (Fragaria vesca) from June on sunny forest edges, in clearings, and along the path. The fruits are tiny, but their aroma puts any cultivated strawberry to shame. Gathering a handful is proof of patience.

Die Steinbeere (Rubus saxatilis) kennen selbst viele Waldgänger nicht. Sie wächst bodennah an schattigen, gerne steinigen Stellen, und ihre glänzend roten Früchte sitzen in kleinen, lockeren Grüppchen statt in einer kompakten Beere. Essbar ist sie, aber sauer, und jedes Früchtchen trägt einen grossen Kern. Man nascht sie im Vorbeigehen, für die Konfitüre reicht es selten. Even many forest walkers do not know the stone bramble (Rubus saxatilis). It grows close to the ground in shady, often stony spots, and its glossy red fruits sit in small, loose clusters rather than one compact berry. It is edible, but sour, and each little fruit carries a large stone. You nibble it in passing; it is rarely enough for jam.

Rote Steinbeeren an einer bodennahen Pflanze im Wald von STAMM
Steinbeeren, bodennah an einer schattigen Stelle in unserem Wald.Stone bramble, close to the ground in a shady spot in our forest.

Wo Sturm oder Holzschlag Licht in den Wald bringen, ist die wilde Himbeere (Rubus idaeus) oft als Erste zur Stelle. Ihre Ruten überziehen eine Lichtung innert weniger Jahre, die Früchte reifen etwa im Juli und August. Für den Wald ist sie nützlich: Ihr Dickicht schützt junge Bäume vor Wildverbiss. Wherever storm or logging lets light into the forest, the wild raspberry (Rubus idaeus) is often first on the scene. Its canes cover a clearing within a few years; the fruit ripens around July and August. It serves the forest, too: its thicket shields young trees from browsing deer.

Die Brombeere (Rubus fruticosus) reift ab August an warmen Stellen und Waldrändern. Ihre Ranken sind stachelig und ausdauernd; wo sie einmal Fuss gefasst hat, bleibt sie. Das Foto unten ist bei uns im Wald entstanden, die schwarzen Früchte sind so weit. The blackberry (Rubus fruticosus) ripens from August in warm spots and on forest edges. Its canes are thorny and persistent; once it takes hold, it stays. The photo below was taken in our forest, the black fruits are ready.

Reifende wilde Brombeeren an einem Strauch im Wald von STAMM
Wilde Brombeeren bei uns im Wald. Die schwarzen sind so weit.Wild blackberries in our forest. The black ones are ready.

Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) mag es höher und kühler. Ihre herb-sauren, roten Beeren reifen im Spätsommer und Herbst und werden traditionell zu Konfitüre für Wildgerichte eingekocht. Roh sind sie nichts für Naschkatzen, gekocht mit etwas Zucker aber eine Delikatesse. The lingonberry (Vaccinium vitis-idaea) prefers higher, cooler ground. Its tart red berries ripen in late summer and autumn and are traditionally cooked into jam for game dishes. Raw they are not for the sweet-toothed, but cooked with a little sugar they are a delicacy.

Nicht alles, was rot leuchtet, ist ein Znüni. In unserem Wald wachsen auch Sträucher, deren Beeren giftig oder zumindest unbekömmlich sind. Zwei Beispiele, beide bei uns fotografiert: Not everything that glows red is a snack. Our forest also grows shrubs whose berries are poisonous or at least indigestible. Two examples, both photographed here:

Rote, paarweise wachsende Beeren der Roten Heckenkirsche im Wald von STAMM
Rote Heckenkirsche: Die Beeren sitzen paarweise am Zweig. Sieht essbar aus, ist es nicht.Fly honeysuckle: the berries sit in pairs on the twig. Looks edible, is not.
Rote und schwarze Beeren des Wolligen Schneeballs im Wald von STAMM
Wolliger Schneeball: erst rot, dann schwarz, und nichts für den Magen.Wayfaring tree: first red, then black, and nothing for the stomach.

Dazu kommen Klassiker wie Seidelbast, Tollkirsche oder die Früchte der Eibe. Die Regel ist einfach: Nur essen, was du sicher bestimmen kannst. Im Zweifel fotografieren, bestimmen lassen und die Beere am Strauch lassen. Bodennah gesammelte Beeren wäscht man vor dem Essen gründlich. Add to these the classics like daphne, deadly nightshade, and yew fruits. The rule is simple: only eat what you can identify with certainty. When in doubt, take a photo, have it identified, and leave the berry on the bush. Wash berries gathered near the ground thoroughly before eating.

Grundsätzlich ja. Das Betreten des Waldes und das Sammeln von Beeren und Pilzen in bescheidenen Mengen für den Eigengebrauch ist in der Schweiz erlaubt, auch im Privatwald. Die Details regeln die Kantone, und in Schutzgebieten gelten Einschränkungen. Was überall gilt: Rücksicht auf Pflanzen, Tiere und Boden, keine Rechen oder Kämme, und nur so viel nehmen, wie man wirklich braucht. In principle, yes. Entering the forest and gathering berries and mushrooms in modest amounts for personal use is allowed in Switzerland, including in private forests. The details are set by the cantons, and restrictions apply in protected areas. What applies everywhere: consideration for plants, animals, and soil, no rakes or combs, and take only what you truly need.

Der Wald, aus dem diese Fotos stammen, liegt im Saanenland bei Gstaad und ist seit Generationen in Familienhand. Mit einer Baumpatenschaft bekommst du deinen eigenen Baum darin und jedes Jahr Post aus dem Wald. Ein Glas Honig aus der Region ist immer dabei. The forest these photos come from lies in the Saanenland near Gstaad and has been in family hands for generations. With a tree sponsorship you get your own tree in it and news from the forest every year. A jar of regional honey is always included.

Dein Stück von diesem Wald.Your piece of this forest.

Ein Baum im Saanenland, mit Zertifikat, Fotobericht und einem Glas Honig aus der Region.A tree in the Saanenland, with certificate, photo report, and a jar of regional honey.

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